Dieses Essen macht deinen Darm glücklich...
... und damit auch dich!
Seit einer Weile untersuchen Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Emotionen und der Darmflora. Ganz so weit ist die Forschung noch nicht, aber es gibt schon erste Hinweise darauf, dass eine falsche Ernährung auch die Psyche beeinflusst. Sogar in der Psychotherapie wird inzwischen genauer auf die Ernährung geschaut, um den Therapieerfolg zu erhöhen. Kurz gesagt: wenn der Darm nicht glücklich ist, bist du es auch nicht. Probiotische und ballaststoffreiche Lebensmittel sind der Schlüssel. Hier findest du heraus, in welchen Lebensmitteln so viel wie möglich davon steckt.
Wir Menschen sind eigentlich Pflanzenfresser, darum machst du mit Gemüse, Obst und Getreide auf dem Speiseplan alles richtig. Falls du dich jetzt fragst, ob nur eine vegetarische Ernährung Erfolg bringt, gibt es aber Entwarnung. Denn dein Darm kann auch Fleisch gut verarbeiten, nur braucht dafür er eben die pflanzlichen Lebensmittel. Iss, was dir guttut, Hauptsache es sind diese drei Lieblingsstoffe deines Darms mit dabei: Ballaststoffe, resistente Stärke und Milchsäurebakterien.
Ballaststoffe – nicht nur für Vegetarier
Bohnen sind gute Ballaststofflieferanten
Ballaststoffe findest du vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Nüssen und Getreide. Es sind die Fasern der Pflanzen, die dein Darm sehr gerne mag. Schon im Magen verdicken sie das Essen zu einem Brei. Das macht dich länger satt. Einige Ballaststoffe binden Wasser und quellen dann im Darm auf. Dadurch wird der Nahrungsbrei mehr und damit es im Darm nicht so eng wird, muss der Brei schneller raus. Und das heißt: Verstopfung gibt´s nicht. Andere Ballaststoffe werden zu einem leckeren Brei für deine Darmbakterien vermischt. Sie halten zum Beispiel die Schleimhaut im Darm fit. Darum hast du als Kind wahrscheinlich auch Haferbrei oder geriebenen Apfel bekommen, wenn du Magenschmerzen hattest. Diese Ballaststoffe haben deine Darmschleimhaut wieder aufgebaut.
Ballaststoffe ernähren vor allem die guten Bakterien im Darm. Je mehr du davon hast, umso besser, denn die Guten halten die Schlechten in Schach. Schlechte Darmbakterien breiten sich aus, wenn du zum Beispiel zu viel Fleisch oder Fertigprodukte mit viel Fett und Zucker isst. Die Currywurst mit Brötchen ist also nichts für die guten Darmbakterien. Würdest du einen großen Salat dazu essen, bekommen sie jedoch wiederum genug Nahrung und deine Darmflora bleibt im Gleichgewicht.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für einen Erwachsenen 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Einfacher erklärt es die Ernährungsregel „Fünf am Tag“. Wenn du täglich fünf Hände voll Obst und Gemüse isst, bekommt dein Darm reichlich Ballaststoffe und wird es dir danken.
Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen sind zum Beispiel:
Hülsenfrüchte
Nüsse (besonders naturbelassene Pistazien)
Äpfel (besonders die Schale)
Haferflocken
Spargel
Chicorée
Artischocken
Endivien
Chiasamen und Hirse.
Tempeh
Resistente Stärke – macht deinen Darm stark
Eigentlich gehört die resistente Stärke zu den Ballaststoffen. Sie entsteht, wenn stärkehaltige Pflanzenfasern gekocht oder gebacken werden und wieder abkühlen. Kartoffeln, Erbsen, Bohnen, Vollkornbrot und Reis sind Lieferanten für resistente Stärke und bieten deinen Darmbakterien eine gute Nahrungsquelle. Einige der Bakterien zerlegen die Stärke im Dickdarm, dabei entsteht Buttersäure. Die Darmschleimhaut und die Blutgefäße in der Darmwand brauchen diese Buttersäure dringend. Sie sorgt nämlich dafür, dass die Schleimhaut stabil bleibt und Giftstoffe und Krankheitserreger fernhält. Gleichzeitig sorgt die Buttersäure dafür, dass der ph-Wert im Darm niedrig gehalten wird. Das wirkt Entzündungen entgegen und verringert das Darmkrebsrisiko.
Dein Darm liebt Sushi!
Kartoffelsalat und Sushi sind also ein Hochgenuss für deinen Darm (für dich wahrscheinlich nur, wenn du beides getrennt isst). Selbst wenn du dein Essen aufwärmst, also die Stärke nochmal erhitzt, bleibt die Struktur erhalten. Viele Eintöpfe schmecken ja bekanntlich sogar besser, je öfter du sie aufwärmst. Und das schmeckt auch deinem Darm.
Milchsäure - sauer macht gesund
Unsere Darmbakterien lieben es sauer. Für eine ausreichend saure Darmflora brauchst du sehr viele Milchsäurebakterien – und die tummeln sich in Joghurt, Sauerkraut und eingelegtem Gemüse, das deshalb zu den sogenannten probiotischen Lebensmitteln zählt. Lakto- und Bifidobakterien heißen die kleinen Kerle und sie werden ganz einfach deshalb als Milchsäurebakterien bezeichnet, weil sie Milchsäure bilden, während sie in deinem Essen baden. Damit wird deine Nahrung vorverdaut. Was vielleicht nicht besonders lecker klingen mag, ist aber ein raffinierter Vorgang. Denn sowohl Bakterien als auch ihre Milchsäure isst du ja mit. Sie gelangen in deinen Darm, vermehren sich und die Milchsäure bietet ihnen ein perfektes Milieu für ihre Arbeit. Ihre wichtigste Aufgabe lautet: Fäulnisbakterien bekämpfen. Das schaffen sie aber nur, wenn sie in der Überzahl sind. Darum bringt gutes Essen auch viele Milchsäurebakterien. Sie sorgen für eine ausgeglichene Darmflora und das wiederum sorgt für ein starkes Immunsystem. Außerdem produzieren die Milchsäurebakterien wichtige Vitamine und das Enzym Laktase. Mit Laktase wird die Laktose abgebaut, das ist der Milchzucker. Wer unter Laktose-Intoleranz leidet, kann gezielt mit Milchsäurebakterien die Symptome lindern.
Allerdings werden Milchsäuren zerstört, wenn du sie erhitzt. Im Naturjoghurt findest du noch die lebenden Milchsäurebakterien. Sauerkraut aus dem Supermarkt wird in der Regel aber mit Hitze haltbar gemacht. Für die Milchsäuren bedeutet das das Ende. Wenn du deinem Darm eine Freude machen willst, nimm also frisches Sauerkraut aus dem Bioladen, dem Reformhaus oder vom Wochenmarkt. Das wird nicht gekocht, sondern fermentiert. Bei diesem Prozess wird Gemüse in Salzlake eingelegt und luftdicht verschlossen. Das ist faszinierend, denn die Milchsäurebakterien vermehren sich ganz von alleine. Es gibt viele berühmte Gerichte, die nach genau diesem Prinzip hergestellt werden, wie das koreanische Traditionsgericht Kimchi (fermentierter Chinakohl), japanische Miso-Paste, saure Gurken und der fermentierte Kombucha-Tee.
Milchsäurebakterien findest du zum Beispiel in:
Joghurt, Kefir
Sauerkraut
eingelegtem Gemüse
Kombucha-Tee
Apfelessig und Brottrunk
Cheddar-Käse, Mozzarella, Parmesan, Gruyére und Gouda
Kimchi und Miso.
Grob gesagt gilt also: Iss viel Gemüse, Obst, Getreide und Nüsse, Joghurt, Käse, Kefir, Sauerkraut und eingelegtes Gemüse. Damit machst du deinen Darm wirklich glücklich.
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Kichererbsen
👍 sind eine super Nährstoffquelle und in der mediterranen Küche gehören sie dazu.
Besonders punkten können Kichererbsen mit ihrem Protein- und Ballaststoffgehalt.
100 g Kichererbsen enthalten:
🔸20g Eiweiß (Lysin / Threonin als Baustoff für
Körpereiweiß)
🔸44g Kohlenhydrate (3g Zucker)
🔸15g Ballaststoffe
Außerdem enthalten sie Vitamine und Mineralstoffe wie:
🔸Vitamin A, B, C, E und Folsäure
🔸Kalium, Kalzium, Phosphor,
Magnesium, Eisen und Zink
👉 Da ihr Nährstoffgehalt in Konserven stark nachlässt, kannst du sie dir sehr leicht selbst garen und portionsweise einfrieren.
Hierzu weichst du am besten die getrockneten (500g) Kichererbsen für 12 Stunden in Wasser ein.
❕ Die Schüssel sollte groß genug sein, sodass du sie um das doppelte mit Wasser bedecken kannst und sie genug Platz haben zum Quellen.
Danach spülst du sie ab und garst sie in
Wasser für ca 35 - 45 Minuten. Nun hast du 1kg fertige Kichererbsen 👍
In den meisten Rezepten benötigst du 200 Gramm.
👉 Daher friere ich mir die Kichererbsen in 200g-Portionen ein.
❗ Aber Achtung ❗
Roh dürfen Kichererbsen wie auch andere Hülsenfrüchte nicht verzehrt werden, da sie so gesundheitliche Stoffe enthalten
Ein artenreicher Darm unterstützt nicht NUR die allgemeine Gesundheit!
Einige Bakterien deines Darmes helfen dir sogar beim Abnehmen.
Studien zufolge verfügen schlanke Menschen über einen artenreichen Bakteriengarten, während übergewichtige Menschen nicht so viele Arten beherbergen. Bei ihnen hat sich häufig eine bestimmte Spezies ausgebreitet.
Die Firmicutes-Bakterien!
Firmicutes mögen besonders gern Fett und Zucker und stellen dem Körper so auch besonders viel Energie zur Verfügung ( ca 200-250kcal mehr ).
Das heißt aber auch:
Herrscht in deinem Darm ein Ungleichgewicht mit vielen Firmicutes vor, lässt der Heißhunger auf Süßes und Fettiges nicht lang auf sich warten. Das ist ein Teufelskreis, denn so breiten sich die fleißigen Firmicutes weiter aus und verdrängen andere Arten, wie z.B. die Bacteroidetes-Bakterien.
Die Bacteroidetes sind nicht so scharf auf Fett und Zucker und extrahieren so auch weniger Kalorien aus der Nahrung - so können sie beim Abnehmen helfen. Ihre Energie bekommen Bacteroidetes aus Ballaststoffen.
Mit einer ballaststoffreichen Kost kannst du sie vermehren. So verdrängst du die "dick machenden" Firmicutes, da sie Ballaststoffe nicht so toll finden.
Warum haben wir eigentlich Heißhunger?
Wissenswertes über Brot in der Ernährung
Warum es keine gute Idee ist, auf Brot in der Ernährung zu verzichten.
Böse Kohlenhydrate ???
Im Getreidekorn befinden sich fast alle für uns wichtigen Nährstoffe,Vitamine und Mineralstoffe. Besonders komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe machen es für uns zu einem Energiespender.
Kohlenhydrate ist ein Sammelbegriff für alle Zuckerarten, Stärke und Ballaststoffe.
Sie dienen unserem Motor als Brennstoff. Jede Körperzelle benötigt diesen Treibstoff, um zu funktionieren. Zwar kann der Körper diese Energie auch aus Fett herstellen, aber Kohlenhydrate stehen schneller zur Verfügung. Einige unserer Zellen können leider das Fett nicht nutzen als Energiespender. Unser Gehirn, die roten Blutkörperchen und das Nierenmark sind allein auf Kohlenhydrate angewiesen.
- Das Gehirn allein benötigt ca. 140 g Glukose pro Tag
Das Fatale an der heutigen Ernährung ist, dass uns viel zu viele schnelle Kohlenhydrate in Form von einfachem Zucker aus Fertigprodukten, Fast Food, Soft Drinks usw. zur Verfügung stehen.
Das hat zur Folge, dass viele das Brot aus ihrer Ernährung streichen
( Low Carb / No Carb ) , aber nicht bedenken, dass das Brot nicht das Problem ist.
Die richtige Auswahl an Kohlenhydraten ist die bessere Alternative.
Einfacher Zucker lässt den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und ebenso schnell wieder fallen. Komplexe langsame Kohlenhydrate wie Stärke muss der Darm erst zerkleinern und gehen daher langsam ins Blut. Wir sind länger satt, haben mehr Energie und keine Heißhungerattacken.
Ballaststoffe sind der Dünger für unseren Bakteriengarten im Darm. Dort ist die Steuerzentrale unseres Immunsystems. Nur mit ausreichend vielen und unterschiedlichen Bakterien kann unser Immunsystem funktionieren. Sie schützen uns vor Diabetes Mellitus und halten den Cholesterinspiegel in Schach.
30 g Ballaststoffe sollten wir täglich zu uns nehmen. Im Vergleich zu Obst und Gemüse kommt Getreide da ganz gut bei weg.
- 6 g Ballaststoffe = 100 g Roggenmischbrot oder z.b. 350 g Pflaumen
- Weizenbrötchen 3,4 % , 1 Apfel nur 2,3% Ballaststoffe
Das zeigt, wie wertvoll Getreide/ Brot für unsere Versorgung mit Ballaststoffen ist.
Weizen schlechter oder besser als andere Getreidearten??
Nährwert auf 100g Getreide | Weizen | Dinkel | Roggen
Fett | 1,8 g | 1,7 g | 1,7 g
Kohlenhydrate | 59,6 g | 60,3 g | 60,7 g
Eiweiß | 11,4 g | 17 g | 9,5 g
Ballaststoffe | 13,3 g | 10 g | 13,4 g
Kalzium | 35 mg | 22 mg | 35 mg
Eisen | 3,2 mg | 4,3 mg 2,8 mg
Kalium | 380 mg | 445 mg | 510 mg
Magnesium | 95 mg | 130 mg | 90 mg
Vit. B1 | 0,46 mg | 0,30 mg | 0,37 mg
Vit B2 | 0,09 mg | 0,16 mg | 0,17 mg
Vit. B6 | 0,27 mg | 0,27 mg | 0,24 mg
Vit. E | 1,4 mg | 1,6 mg | 2,0 mg
Folsäure | 0,09 mg | 0,03 mg | 0,14 mg
Vergleichen wir Weizen mit den beiden Alternativen, schneidet Weizen nicht schlechter ab.
Schwankungen in den Nährstoffen gibt es lediglich durch den Anbauort und die Anbauweise.
Sicherlich ist Weizen ein Hochleistungsgetreide geworden, da es am meisten Gluten enthält und für alles verwendet werden kann. Aber auch da macht die Menge das Gift. Eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung ohne stark verarbeitete Lebensmittel, die mit Weizen/Gluten versetzt werden, ist sinnvoller als auf Weizen zu verzichten. Vollkorngetreide ist dabei zu bevorzugen.
Spezielle Bedürfnisse in Bezug auf Getreide :
- Zöliakie - Glutenunverträglichkeit
Keine glutenhaltigen Getreide
- Weizenallergie
Keine Weizenprodukte / Dinkel geht eventuell
- Neurodermitis
kein Weizen, da Lockerung durch Hefe ( die ist negativ)
- Reizdarm
ebenfalls kein Weizen wegen der Hefe
- Fruktoseintoleranz
Weizen wird besser vertragen als Dinkel, da weniger Fruchtzucker enthalten ist
Sorbit / Sorbitintoleranz
Industriell gefertigte Lebensmittel, die häufig Sorbit enthalten sind energiereduzierte Süßwaren wie Bonbons, Desserts oder Eis. Auch Kaugummi enthält fast immer Sorbit und/oder andere Zuckeralkohole.
Als Trägerstoff von Aromen ist Sorbit in Soßen zu finden. (Geschmacksverstärker)
In Senf, Mayonnaise, Marzipan, Toast, Biskuit, Schokoladen und Pralinenfüllungen kann Sorbit als Feuchthaltemittel vorhanden sein.
Auf der Zutatenliste findet sich Sorbit unter den Bezeichnungen E 420 - Sorbit
Zuckeraustauschstoff Sorbitol
Sorbit versteckt sich aber auch in den Emulgatoren auf Sorbitbasis:
🔹 E 432, E 433,E 434, E 435 und
E 436
🔹 E 491 - E 495
Gemieden werden sollten auch weitere Zuckeralkohole wie:
🔹 E 953 - Isomalt (Austausch für
Zucker - gibt Volumen)
🔹 E 421 - Mannit (Feigen, Algen,
Schwarzwurzeln,Champignons
oder Shitake)
🔹 E 966 - Laktit
🔹 E 965 - Maltit und Maltitsirup
Maltose / Malz ist erlaubt, da es aus 2 Moleküle Glukose besteht. 😁
E 967 - Xylit und E 968 - Erythrit
gehen eventuell in Maßen.
Bei gleichzeitiger Aufnahme von Fructose und Sorbit behindert Sorbit den Abbau der Fructose, da bei den gleichen Transportmechanismus benutzen.
Da aber Zuckeralkohole oft nicht vollständig verwertet werden, führen sie im Dünndarm zu Wasseransammlungen(Durchfall) und zu einer schlechteren Aufnahme.
So gelangen ca 25-40% in den Dickdarm und bereiten Beschwerden.
Symptome einer Intoleranz auf Sorbit können sein:
Blähungen
Bauchschmerzen
Beschwerden von Magen und Darm
Dauergähnen
Depression
Durchfall, Schaumige Durchfälle
Fettstuhl
Migräne
Müdigkeit
Übelkeit
Verdauungsbeschwerden
Stoffwechsel /Insulin
Der mit der Nahrung aufgenommene Zucker gelangt über den Dünndarm ins Blut. Das erhöht den Blutzuckerspiegel.
Damit die Glukose in alle Zellen gelangen kann, benötigt sie ein Trantportmittel.
Dazu schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Insulin hat den Schlüssel, der die Türen der Körperzellen öffnet. So kann die Glukose in die Zellen und zur Energiegewinnung genutzt werden.
Der Blutzuckerspiegel ist ausgeglichen.